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Kabinettstisch, Medien, Medienperlen, Reka as Social Secretary, Social Secretary

„なでしこジャパン“と呼ばれるサッカーの話 – Ein Fußballmärchen namens ‚Nadeshiko Japan‘

 
Jenseits aller ideologischen Spiegelfechtereien, beziehen sie sich nun auf das von der Natur- und Nuklearkatastrophe geschundene Japan oder die vom American Spirit heimgesuchten U.S.A. oder die mühselige und bisweilen überflüssige Fußball-Gender-Debatte hierzulande, gratuliere ich den japanischen Fußballerinnen zum Gewinn des Women’s World Cup.

 
Sie wollten gewinnen, um ihrem Land ein Lächeln zu schenken. Das ist ihnen tausendfach gelungen. Mich persönlich haben sie mit ihrem eigenen Lächeln und ihrer unverstellten Freude beschenkt. Unvergessen bleibt mir auch jene Szene im japanischen Abschlusstraining in Frankfurt, wo der Trainer Norio Sasaki und eine vor Freude kreischende Spielerin Nachlaufen spielen, die Spielerin hinfällt und der Trainer über sie springt. Wie ausgelassene Kinder beim Schulsommerfest. Anrührend ist die Geschichte jener Spielerin, deren Name ich gerade nicht erinnere, die nach dem Tsunami vier Tage als vermisst galt, deren Eltern ihr Geschäft verloren aber ihr Wohnhaus glücklicherweise verschont blieb.*
Wegen der Stromsperren konnten die Spielerinnen nur tagsüber trainieren, die Ligaspiele wurden abgesagt, sie hatten nur eine Woche Vorbereitungszeit auf die Weltmeisterschaft und spielten unirritiert ihre Variante des Tiki-Taka, was nicht weiter verwundern dürfte, lässt Trainer Sasaki die Fußballerinnen doch gemeinsam mit Fußballern trainieren und beide gegeneinander spielen. Deshalb, immer schön den Ball flach halten. Ich musste stets an die David gegen Goliath-Geschichte denken, wo die anderen Fußballfrauen doch so hochgewachsen seien. Aber – wie der schwedische Trainer sagte, sie spielten hier Fußball und nicht Basketball. Dem ist momentan nichts hinzuzufügen.

Japan clinched the FIFA Women’s World Cup for the first time by edging the United States 3-1 on penalties after battling to a 2-2 extra-time draw in the final of the quadrennial tournament on Sunday in Frankfurt, Germany.

Japan clinched the FIFA Women’s World Cup for the first time by edging the United States 3-1 on penalties after battling to a 2-2 extra-time draw in the final of the quadrennial tournament on Sunday in Frankfurt, Germany.

„Die Fußballgöttin muss Japanerin sein. Danke! 有り難う arigatō!“ (Anke Steinfadt)

Bilder und Fakten, die zusammengenommen ihren eigenen Fußballmythos schaffen werden. Freuen wir uns auf das, was kommen wird. Und Japan wird am 18. Juli 2011 einen besonders freudigen (Feier)Tag des Meeres begehen: ‚Japan feiert seine Frauen‚. Mich erinnern die japanischen Fußballerinnen auch an japanische Girliepopgruppen wie AKB48, die mit nicht weniger unermüdlich, diszipliniert und immer fröhlich ihren Alltag im Popbusiness meistern.

 

 
Siehe auch:

* Der Geist von Fokushima!: „Uns kommt es befremdlich vor, aber Sasaki hat seinen Frauen tatsächlich noch einmal die Bilder der Tsunami- und Reaktor-Katastrophe vom Frühjahr gezeigt. Tatsächlich scheint es, als sei diese Botschaft angekommen. Das japanische Team vermittelt den Eindruck, auf einer Mission unterwegs zu sein, die größer als Fußball ist – als ginge es darum, einem ganzen Land wieder ein wenig Freude zu vermitteln. Zuhause in Japan steigen sie voll darauf ein, das erinnert an den Siegeszug der deutschen Außenseiter bei der WM 1954. Vielleicht mit demselben Ergebnis.“

 

 

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Über nextkabinett

Seit seiner Gründung versammelt das next Kabinett kreative Kopfarbeiter um sich und versucht, bisweilen unter Zuhilfenahme überlieferter und überschätzter Utopien, einen neuen Blick auf das politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen zu werfen.

Diskussionen

2 Gedanken zu “„なでしこジャパン“と呼ばれるサッカーの話 – Ein Fußballmärchen namens ‚Nadeshiko Japan‘

  1. Den einzig mich interessierenden Fussball sehe ich wenn ich aus dem Fenster schaue, Zwerge jedweden Geschlechts in secündlich wechselnden Zusammensetzungen spielen ca fünfzig imaginäre Tore an.

    Verfasst von Gladbecks Bürgermeister der Herzen | Juli 19, 2011, 4:13 am
    • Bester Gladbecks Bürgermeister der Herzen,

      das sehe ich auch, wenn ich aus meinem Fenster gucke. Zwei Fußballfelder mit doch zumeist doch bloß Jungs. So fängt alles an, so sollte es sein … für obiges muss man sich auch nicht zwangläufig interessieren. Mich interessiert es aus vielfältigen Gründen. Einer der wichtigsten ist dieser hier …

       

       
      Vielleicht sollte man Fußball in Globusspiel umbenennen.

       

      Verfasst von nextkabinett | Juli 19, 2011, 6:31 am

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