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Sabine Pires - Ministerium für Verbrei!!!

Die Rum-Jury hat entschieden: Germanys next Heißgetränk mit Rum namens ‚Schillers Rabbi‘ ist: Glühbier!

Liebe Freunde und Kabinettsmitglieder,

anhand unserer Chronik und früherer Minister lässt sich erkennen, Germanys next Bundeskabinett ist sinnenfroh, denn hier haben wir schon immer gerne gekocht, gebacken, gegessen und getrunken. Nicht umsonst hat die Trashministerin Narit ein eigenes virtuelles Musik- und Literaturcafé namens Zum Konsulat eingerichtet, wo es alles – ich sage es ausdrücklich – wirklich alles an fester und flüssiger Nahrung gibt, was Germanys next Kabinettsmitglieder gerne essen und trinken – in echt und/oder virtuell gerne genießen würden. Für Stammgäste öffnet der Blick in die die Fotogalerie des Lokals die Tür zum Schlaraffenland.

Um an diese lustvolle Tradition wieder anzuknüpfen, hat sich aus einem Kommentardialog die Idee herauskristallisiert, ein eigenes Heißgetränk für die vor- und die nachweihnachtliche Zeit zu kreieren.

In unserer neuer Ministerin für Rum, Wein, Mal- & Wortverbrei (LINK) haben wir die ideale Jury hierfür gefunden, denn die Beigabe von Rum ist nachgerade die wichtigste Bedingung. Auch dass der Name ein Schriftgelehrter sein soll, war neben der ersten die zweite spirituelle Vorgabe.

So lag der Name Rabbi nah, näher, am nächsten.

Leckere Vorschläge, die alle noch auf ihre reale Umsetzung warten, boten sich an, doch Marina Ruprecht hat mit einem Rezept für Glühbier den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Rezept, dass wohl schon länger im Internet (Link) kursiert, nichtsdestotrotz ein echter Knaller und für Germanys next Heißgetränk mit Rum schlichtweg umwerfend ist.

Für alle, die im Ausschreibungsblog das Rezept noch nicht gelesen haben, hier nun die Anleitung im O-Ton Marina Ruprecht aka Schiller. Naheliegend ist es, Germanys next Heißgetränk mit Rum, auf der Basis von Glühbier Schillers Rabbi zu taufen:

Ich habs: Glühbier !!!

Wenn es nach mir/uns geht darf der nächste Sommer ruhig kühl und verregnet sein. Wir haben ja unser leckeres Glühbier. Und das ist immer eine Ausrede wert…

Zutaten für 4 Liter Glühbier:

* 2 Sixpacks dunkles Bier (= 12 Flaschen á 0,33 l) – ich habe “König Ludwig Dunkel” verwendet
* 500 ml Kirschsaft
* 40 ml brauner Rum
* 10 ml Zitronensaft (~1/2 Zitrone)
* 100 g brauner Zucker
* 10 Nelken
* 4 Pimentbeeren
* 2 Sternanis
* 1 Vanilleschote
* 1 TL Zimtpulver

Glühbier – Zubereitung:

Die Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte zur Seite legen.

Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen und mit der stumpfen Seite eines Messers das Vanillemark heraus schaben. Die leere Schote aufbewahren.

Die Nelken und die Pimentbeeren sehr fein mörsern. Wir haben das Mühlenwerk unserer Küchenmaschine zur Hilfe genommen. Dort haben wir Nelken, Piment, Vanillemark und 3 EL des Zuckers eingefüllt und alles sehr fein gemahlen.

Der Topf sollte mindestens 5 Liter Fassungsvermögen haben (Achtung: Den Schaum bedenken!). Das Bier in den Topf füllen und erwärmen. Zunächst sollte das Bier nicht wärmer als 60 Grad werden, sonst schäumt es über. Zur Temperaturkontrolle haben wir ein Thermometer benutzt. Der Zeigefinger geht auch: Bei 60 Grad kann man ihn gerade noch 3 Sekunden hineinhalten ohne sich zu verbrennen ;-)

Zu Beginn keinesfalls umrühren. Das Bier schäumt sonst über.

Das Bier einige Minuten auf der Temperatur lassen, bis sich der Schaum gesetzt hat. Nun den braunen Zucker einfüllen und vorsichtig mit dem Rühren beginnen. Wichtig: Unsere Variante ist eher herb. Wer das Glühbier süß mag, sollte die Zuckermenge deutlich erhöhen. Als Zuckeralternative kann auch Honig verwendet werden.

Hat sich der Schaum weitestgehend verzogen, werden die gemörserten Gewürze, das Vanillemark und der Zimt in die Flüssigkeit gegeben. Die geleerte Vanilleschote wird ebenfalls hinein gegeben, genauso wie die beiden Sternanis.

Die Temperatur kann nun auf ca. 70 Grad erhöht werden. Nicht zu heiß werden lassen und auf keinen Fall kochen, sonst verflüchtigt sich der Alkohol. Der Zitronensaft und der Rum kommen nun hinzu, anschließend wird das Glühbier ca. 20 Minuten auf Temperatur gehalten.

Zum Schluss wird der Kirschsaft in das Glühbier gegeben. Vorsicht: Das ganze soll kein Kirschbier werden. Die Kirsche darf als feine Note durchkommen, sich jedoch auf keinen Fall in der Vordergrund drängen. Deshalb empfehlen wir: Kirschsaft nach und nach hinzu geben und währenddessen abschmecken.

Von der verbliebenen Zitronenhälfte dünne Scheiben herunter schneiden. Eingeschnitten können sie als Dekoration auf die Gläser oder Tassen gesteckt werden.

Das Glühbier einfüllen und genießen.

Die Zitronenschalen sind übrigens nicht nur Deko: Im Glühbier geben Sie dem Getränk einen frischen Geschmackskick.

Glühbier hat deutlich weniger “Umdrehungen” als Glühwein. Daher kann man mehr davon genießen, ohne in ein winterliches Delirium zu fallen. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Prost.

Ich glaube, Glühbier spaltet die Gemüter und polarisiert. Als Bierfreund kann ich das durchaus verstehen. Bier in einen Topf zu kippen und zu erhitzen hat mich… ehrlich gesagt ein wenig Überwindung gekostet. Das Bier ist am Ende kein Bier mehr, sondern ein Aromageber. Mit Bier hat das nichts mehr zu tun.

Ich muss allerdings auch sagen: Das Ergebnis war eine tolle Alternative zu anderen Winterheißgetränken. Und mal ganz im Ernst: Bier beim Grillen über das Steak zu schütten, es im Backeoffe zu verwenden oder mit irgendwelchen Aromen anzureichern (Stichwort: “Jever Lime” & Co.) ist auch nicht viel eleganter, oder?

Hier im Glühbier ist Bier kein Hauptdarsteller, sondern eine Zutat, die einen Geschmack beiträgt. Nicht mehr und nicht weniger.

Ob man es auch kalt trinken kann?
Das Zeug war bereits weg bevor es eine Chance hatte auszukühlen… :-/

Noch Fragen??

Malzige Grüße
Marina alias Schiller

Auch die Entscheidung und Begründung der Rum-Jury sei hier noch einmal vollständig dargestellt:

Also ich finde nicht nur mit dem Juryblick, dass dies ein sehr gelungenes Rezept ist. Vor allem der Hinweis auf das Schwarzbier & dem Kirschsaft -haben doch bereits die Werderaner bei Potsdam das Kirschbier etabliert – sehr richtig. Auch das sich der Alkoholgrad durch kochen vermindert – was ja eigentlich durchaus positiv für Autofahrer zu werten ist ;o))!
Ein ausgezeichnetes Rezept würde ich sagen!
Übrigens galt warmes Bier mit Kräutern verköchelt bereits im Mittelalter nicht nur als Gesunderhalter, sondern auch als vorzügliche Einschlafhilfe die man u.a. auch Kindern verabreicht hat!!!
Daumen hoch von der Ministerin für Rum, Wein, Mal- & Wortverbrei :o ))
Sabine Pires

Dazu gibt es einen lecker schweren: Klößeauflauf von Towanda Daniela Eckstein aka Dani:

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