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22. Juli 1942, Erinnerung, Kultur, Kulturkapital

22. Juli 2012 – Gedenktag II

 
Gedenken an Aufstand im Warschauer Ghetto vor 68 Jahren

Gedenken an Beginn von Räumung des Warschauer Ghettos vor 70 Jahren

Ausstellung erinnert an jüdische NS-Opfer in Polens Hauptstadt

Mit einer Ausstellung von Zeichnungen ist am Sonntag in der polnischen Hauptstadt des Beginns der Räumung des Warschauer Ghettos vor 70 Jahren gedacht worden. Fünf Bilder mit Szenen aus dem Leben der unter der Naziherrschaft dort internierten Juden zeigten unter anderem einen Mann, der den Leichnam seiner verhungerten Ehefrau auf einem Karren durch das Viertel fährt. Außerdem wurde ein 140 Gramm schweres Stück Brot ausgestellt – der im Ghetto üblichen Tagesration. Auf dem Programm der Gedenkfeiern stand zudem ein Konzert auf dem früheren Gebiet des Ghettos.

Polen, Warschauer Ghetto.- Passanten neben auf dem Gehweg liegenden jüdischen Kind in Lumpen (schlafend, krank oder sterbend?). Foto: Zermin ( Mai 1941)

Polen, Warschauer Ghetto.- Passanten neben auf dem Gehweg liegenden jüdischen Kind in Lumpen (schlafend, krank oder sterbend?). Foto: Zermin ( Mai 1941)

 
Wikipedia sagt dazu: „Das Warschauer Ghetto wurde durch die SS ab dem 22. Juli 1942 im Rahmen der „Endlösung der Judenfrage“ schrittweise aufgelöst. Die Ghettobewohner wurden in Vernichtungslager geschickt, die meisten von ihnen nach Treblinka. Mit den fortschreitenden Deportationswellen wurden die Ghettos räumlich verkleinert, bis sie schließlich vollständig „liquidiert“ wurden, so der deutsche Sprachgebrauch für den Mord an allen übrigen Gefangenen.

Nach den großen Deportationen im Sommer 1942 war das Ghetto kein Wohnbezirk mehr, sondern ein großes Lager mit Zwangsarbeitern, von den Deutschen als Restghetto bezeichnet, das kein zusammenhängendes Gebiet darstellte. Jetzt waren viele der verbliebenen Gefangenen des Restghettos von ihren wenige Straßen weiter noch lebenden Familienangehörigen abgeschnitten, und auch die „Shops“ – so nannte man die deutschen Unternehmen, die auf dem Ghettogelände, aber auch außerhalb, auf der arischen Seite produzierten – waren für viele nun unerreichbar – dabei bedeutete ein Arbeitsnachweis in einem der Shops („Zwangsarbeitserlaubnis“) das (vorläufige) Recht zu überleben. Nachdem auch die letzten Shops auf der arischen Seite außerhalb des Ghettos Anfang September endgültig geschlossen worden waren, folgten weitere Verkleinerungen des verbliebenen Ghettos.“

 

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Seit seiner Gründung versammelt das next Kabinett kreative Kopfarbeiter um sich und versucht, bisweilen unter Zuhilfenahme überlieferter und überschätzter Utopien, einen neuen Blick auf das politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen zu werfen.

Diskussionen

Ein Gedanke zu “22. Juli 2012 – Gedenktag II

  1. Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:

    Germanys next Erinnerungskultur …

    Verfasst von nextkabinett | Juli 22, 2012, 7:48 pm

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